Auch wenn sich jetzt wohl der Sommer für heuer unwiederbringlich verabschiedet hat, gibt es überhaupt keinen Grund für Traurigkeit. Der Herbst ist ja eine wunderbare Jahreszeit und bringt – wie ich meiner Tochter immer wieder vorsingen muss/darf – bekanntlich ja auch die Trauben. Aber auch der Kürbis hat schon wieder Hochsaison und so habe ich am Samstag Abend eine ganz einfache – aber feine – Kürbiscremesuppe gemacht.

500g Kürbis klein geschnitten, mit einer Zwiebel und drei Knoblauchzehen in Öl anschwitzen, 500ml Gemüsesuppe dazu. Weich kochen, pürieren und mit Salz, Pfeffer und ein wenig Muskatnuss abschmecken. Dazu noch ein wenig Schlagobers und ein Schuss Kürbiskernöl. Fertig ist eine fantastische Suppe für drei Personen.

Mit einem routinierten Griff in den Weinklimaschrank habe ich dafür auch die perfekte Flasche Wein herausgezaubert: ein Pinot Noir Reserve 2009 vom Weingut Malat aus Palt im Kremstal, den ich vor einigen Monaten um EUR 11,- über willhaben.at bekommen habe.

Die Malats sind ja wahre Vorreiter im Kremstal und haben schon vor Jahrzehnten mit ihrem Hang zum Perfektionismus – z.B. mit ihren Winzersekten – aufgezeigt. Neben den tollen Weißweinen schaffen es aber auch ihre Rotweine immer wieder in die Top Listen der österreichischen Fachmedien. Seit 2008 leitet Michael Malat den Traditionsbetrieb und führt die lange Tradition mit eigener Handschrift weiter. Dass diese Weine wunderbare Essensbegleiter sind, davon konnte ich mich schon vor einigen Jahren bei einem tollen Wein-Jour-Fixe im Restaurant Smaragd in Maria Taferl überzeugen. Deshalb war ich auch am Samstag voller Hoffnung, dass gerade der feingliedrige Pinot Noir auch wunderbar zur Kürbiscremesuppe passen würde.

So war es dann auch, denn der 2009er Malat Pinot Noir steht nicht nur voll im Saft, nein, er ist einfach ein großer Vertreter seiner Art. Optisch – ganz typisch – hell und mit breiterem Wasserrand. In der Nase – so wie am Gaumen – sehr jugendlich und saftig. Würzig und elegant. Mit Fortdauer des Abends wurde der Wein noch fruchtiger und hat mir immer mehr Spaß gemacht. Das letzte Glas war dann das Beste. Wow, genau so muss Pinot Noir!

Wer von diesem Wein ein paar im Keller hat, dem kann ich nur raten – vielleicht an einem malat4verregneten Herbst- oder Wintertag – eine Flasche zu öffnen. Sie zaubert garantiert ein Lächeln ins Gesicht. Und, wenn man davon noch mehr im Keller hat, dann kann man diesen Zauber noch viele Winter wiederholen…

Einsatz: EUR 11,-
Gewinn: 1-2, Der Einsatz wurde mit doppelten Gewinn und Trinkspaß belohnt.