Der Sommer ist vorbei. Zumindest der metereologische. Gefühlt war das heuer, nach dem unglaublich heißen Sommer 2015,  eigentlich ein eher kühler Sommer. Stimmt nicht, sagen aber wiederum die Metereologen. Es sei der 11. heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen (und die Aufzeichnungen haben nicht etwa vor 15 Jahren begonnen, sondern vor über 200). Naja, nach den 15 Tagen über 35 Grad in Wien im letzten Jahr, waren es heuer auf jeden Fall (auch von den Metereologen bestätigt) null Tage. Was für mich eh sehr ok ist, da es ab 35 Grad wirklich nicht mehr lustig ist.

Aber wie war der Sommer denn sonst so? Nachdem ich mir angewöhnt habe, dass ich praktisch jede Flasche Wein, die ich trinke, auch fotografiere (was meine Frau dann doch hin und wieder an den Rand des Wahnsinns treibt), war es für mich ein Leichtes den Sommer auch weintechnisch zu rekapitulieren. Und da ist schnell klar: mein Sommer war eindeutig ziemlich rosa (wie man an den Bildern gut sehen kann):

Vom österreichischen Rosésekt, über spanische und französische bis hin zu mehrheitlich österreichischen Rosés war alles dabei. Vom Leichtgewicht (Frizzante aus der Südsteiermark) über viele frische und fruchtige und trinkanimierende Weine (z.B. vom Weingut Pittnauer oder auch von Walter Buchegger) waren vor allem auch zwei richtige Rosé-Schwergewichte dabei: Der Cotes de Provence Rosé 2014 vom Chateau Miraval (Angelina Jolie und Brad Pitt) aus der Magnum. Das ist sicher kein Marketing-Wein. Nein, der kann schon was. Und dann noch der „elf“ von Reinhard Winiwarter, der irgendwie in einer eigenen Rosé-Liga spielt (und auch genau soviel kostet wie der Wein des Hollywood-Traumpaars).

Spannend ist auch, dass wir die Weine an gänzlich unterschiedlichen Orten getrunken haben. Im Restaurant in Granada, im Restaurant in Wien, beim Heurigen im 19. Bezirk, am Pool in der Südsteiermark, im Prater beim Picknick, in der wineBANK und natürlich zuhause auf der Dachterrasse beim Grillen (so wie gestern das Fräulein Rosé aus Döbling vom Weingut Mayer am Pfarrplatz).

Man sieht: Egal woher der Rosé kommt und egal wo man ihn trinkt. Sobald es draußen warm ist und die Seele den Sommer genießt, ist es Zeit für eine Flasche Rosé. Und nachdem der astrologische Sommer noch weitere drei Wochen dauert (und uns eigentlich eh überhaupt egal ist, ob nun offiziell Sommer ist oder nicht) werden wir auch bestimmt noch das eine oder andere Glas Rosé auf den heurigen Sommer trinken. Und natürlich auch schon auf den nächsten….