Eines vorneweg. Der Mann auf dem Titelbild ist nicht Paolo. Nein, der „fesche“ Kampel ist der Autor dieser Zeilen. Aufgenommen wurde es nicht etwa im Jahrhundertsommer 2015 (der uns so herrliche Weine beschert hat) sondern gestern Nachmittag auf unserer Terrasse – bei der ersten Grillerei im heurigen Jahr.

Aber zurück zu Paolo. Im Zuge meiner zahllosen Wein-Einkäufe im zehnten Wiener Gemeindebezirk ist mir eine als „Paolo’s World“ gebrandete Flasche Zweigelt um EUR 2,- in die Hände gefallen. Das war so gar nicht geplant, weil die Flasche beim eigentlichen willhaben.at Inserat nicht mit dabei war, aber sie wurde mir bei der Abholung spontan mit angeboten und ich habe zugeschlagen. (Nicht ganz zuletzt deshalb, weil unter dem Etikett auch ein kleiner Aufkleber „Von Falstaff empfohlen“ angebracht war.)

Beim genaueren Hinsehen erkennt man schließlich, dass es sich um einen Zweigelt Classic 2012 vom Weingut Schmidt in Hagenbrunn handelt, der – wie schnell recherchiert war – vom Falstaff mit 89 Punkten bewertet wurde. Bei der Gelegenheit habe ich auch herausgefunden, dass Paolo ein in Wien lebender deutscher Maler ist, der in Wien eine Art Künstler-Cafe betreibt, wo offensichtlich auch dieser Zweigelt ausgeschenkt wird. (Dass es so eine Flasche über willhaben vom 10. Bezirk zu mir geschafft hat, ist auch irgendwie bemerkenswert. Vielleicht sogar bedenklich, aber was kümmert es mich…das ist wirklich Paolos Bier….oder Wein in diesem Fall.)

Der Flasche selbst verschwand einige Monate bei mir zuhause von der Bildfläche  (ich musste mich ja um viele andere Flaschen kümmern), ist mir aber gestern bei der Suche nach dem passenden Grill-Wein in die Hände gefallen. Genau richtig, dache ich!

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Am 3. April zu grillen ist eine feine Sache (nur einmal, vor fünf Jahren, waren wir mit Ende März früher dran). Unsere Terrasse ist südseitig und windgeschützt und somit sehr früh zu benützen.

Der Zweigelt ist jetzt bestimmt nicht für einen besonderen Anlass gedacht, noch eignet er sich als „Meditationswein“, den man alleine zum Genießen konsumiert und der einen mit jedem Schluck wieder überrascht und in seinen Bann zieht. Mit seiner würzigen und fruchtigen Note und seiner passenden Komplexität (nicht zuviel und nicht zuwenig) war er aber ein super Begleiter zu den feinen Rostbratwürstel und – vor allem – zu meinem perfekt erwischten Steak. Auf eine große Grillsaison!

Einsatz: EUR 2,-
Gewinn: 1-2; Der Einsatz wurde mit doppeltem Genuss und Trinkspaß belohnt