Was ist denn das für ein Titel?“, werden Sie sich – nicht ganz zu unrecht – fragen. Das ist leicht erklärt. Es ist eine Kombination aus „Comondor“, bei dem ich – als Kind der 80er Jahre – sofort an meinen geliebten Commodore 64 denken muss und der Tatsache, dass der 2008er Comondor vom Weingut Nittnaus 94 Falstaff Punkte bekommen hat. Deswegen, Comondor(e) 94! Das war einfach aufgelegt und spiegelt leider mein gesamtes – doch recht einfaches – Gemüt wieder.Inline-Bild 1

Hans Nittnaus ist wohl gottseidank weder so einfach gestrickt wie ich es bin noch (wahrscheinlich) ein Kind der 80er Jahre. Deswegen hat er sich bei der Namensgebung seiner Top-Cuveè (die es seit dem Jahr 1990 gibt) auch von etwas viel Vernünftigerem und Passenderem leiten lassen. Comondor ist nämlich die Bezeichnung einer pannonischen Hirtenhundrasse, die – wie man am Titelbild schön erkennen kann – durchaus ein bemerkenswertes Aussehen hat, und die über Jahrhunderte Hirten in der pannonischen Tiefebene treu begleitet hat.

Comondor08

Im Rahmen der Nespresso Gourmetweeks wurde ich diese Woche ins La Veranda, das Restaurant des Hotels Sans Souci, zum Abendessen eingeladen. Wie üblich habe ich vorab die Weinkarte studiert und, nachdem ich von meiner Frau freie Hand beim Bestellen bekommen habe, den Comondor 2008 geordert. Eine hervorragende Wahl, wie sich herausstellen sollte.

Die Cuvee aus Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot wurde 20 Monate im Holzfass ausgebaut und ist nicht zu unrecht das Flaggschiff vom Weingut Anita & Hans Nittnaus. Das Jahr 2008 war witterungstechnisch recht abwechslungsreich und hat die Winzer mit viel Regen im Sommer vor große Herausforderungen – inklusive harter Arbeit im Weingarten – gestellt. Ein sehr schöner und warmer Spätsommer und Herbst haben aber dann vor allem die Rotweinsorten schön reif werden lassen.

Ich denke, dass der Comondor 2008 ganz sicher einer der besten Rotweine dieses Jahres in Österreich war. Der Wein präsentiert sich topfit. Tiefes Rubinrot und fruchtig in der Nase. Bemerkenswert konzentriert und stoffig am Gaumen, so als wären die paar Jahre Reifung wie ein Zugenschlag des Hirtenhunds vorbeigehuscht. Feines Tannin, schöne Frucht und herrlich harmonisch, rund und lange haftend (wie sonst nur die Haare seines tierischen Namensgebers am Teppich). Vom Feinsten! Dieser Wein hat noch eine lange Zukunft vor sich und wird wohl – wie der bellende Vierbeiner – auch in den nächsten 10-15 Jahren ein treuer Begleiter seiner „Frauchen und Herrchen“ sein und immer wieder für sehr viel Freude sorgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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