Ich liebe Italien und ich liebe es, dort Urlaub zu machen. Leider kann ich aber niemals ernst bleiben, wenn ich auf der Fahrt in den Urlaub irgendwo ein Verkehrsschild nach „Firenze„, „Rom“ oder „Pisa“ sehe, da ich dann sofort das Lied von Reinhard Fendrich im Ohr habe („jetzt hob ich endgültig gnua vo de Gfrisa„). Und das, obwohl ich die Italiener sehr gerne mag. Der strahlender Sonnenschein am Samstag hat bei mir erste Frühlingsgefühle und Sehnsüchte nach Urlaub, Sonne und Meer geweckt. Ich weiß ja nicht wie es dem geneigten Leser geht, aber ich habe schon genug vom Winter (auch, wenn dieser heuer wirklich nicht sehr schlimm war).Inline-Bild 1Inline-Bild 1

Wie kann man so einer aufkommenden Italien-Sehnsucht am besten begegnen. Klar, ein italienischer Abend muss her.

Gemeinsam gekochte – fabelhafte – Pasta Asciutta (in den kleinen Dingen zeigt sich ja oft die wahre Größe!) bildeten das Hauptmenü. Ein feiner Averna als Apertif und ein Ristretto danach rundeten alles ab. Aus den Boxen trällerten diverse Italo-Barden ihre Hits der 80er und 90er Jahre. Klischeehaft? Selbstverständlich! Aber Ende Februar ist das wirklich mal erlaubt!

Ich war – in der Planung – ein wenig unschlüssig, welchen Wein ich dazu öffnen solle. Den Tignanello 2012? Nein, der wird erst an einem ganz besonderem Abend genossen! Ansonsten war nicht sehr viel Passendes auf Lager. Da gelang ein überraschender Glücksgriff.

Als wir nämlich unter Tags durch „The Mall“ spazierten, fiel mir sofort ein Markstand mit italienischen Lebensmitteln ins Auge. Alles aus dem Piemont. Feinster Schinken, Käse, Wurst, Olivenöl und was sonst noch alles das italophile Herz höher schlagen lässt – also auch diverse Weine aus Alba und Umgebung. Na, wenn das kein Zeichen war. Ich habe keine Sekunde gezögert und um wohlfeile EUR 8,- einen Barbera d`Alba 2012 für den Abend erworben.

Barbera wird seit vielen Jahrhunderten im Piemont angebaut und ist – italienweit – hinter Sangiovese und Montepulciano auf dem dritten Rang der roten Trauben. Reinsortig ausgebaut wird Barbera aber nur im Piemont (Barbera d´Asti, Barbera d´Alba, Barbera Monferrato), und – seltener – in der Lombardei und Emilia Romagna. Ansonsten wird er in Italien als Verschnittpartner verwendet. 

Bei unserem letzten Urlaub in Alba haben wir einige Barbera verkostet und waren immer begeistert. Jetzt waren wir natürlich gespannt, wie denn dieser Wein daheim schmecken wird. Wir wurden nicht enttäuscht. Obwohl der Barbera 13,5% Alkohol hatte, war er – ganz typisch für diese Rebsorte – seidenweich. Wenig Tannin, viel Frucht, wunderbar rund und harmonisch. Dazu die selbstgemachte Pasta und Eros Ramazotti als musikalische Untermalung. Da vergisst man den Winter und die Sonne lacht einem ins Herz!

 

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