Es dauert nun wirklich nicht mehr lange bis das Christkind kommt, was dazu führt, dass man – so ehrlich muss man sein – mit noch kurzfristigem Bravsein (weil einem nun der Arsch auf Grundeis geht) die Kurve mit den Geschenken nicht mehr kratzt, wenn man das restliche Jahr eben sehr schlimm war. Es ist also alles längst auf Schiene und es bleibt die Hoffnung und die Vorfreude. Inline-Bild 1

Der bisherige Advent war weintechnisch gesehen ein großer Genuss. Bei diversen privaten und beruflichen Verpflichtungen hatte ich die Gelegenheit viele verschiedene und teilweise herausragende Weine zu verkosten. Besonders erwähnen möchte ich einen fulminanten Riesling Kellerberg Smaragd 2002 vom F.X. Pichler (ein flüssiger Weissweintraum) und einen noch ungemein kräftigen und noch sehr jungen Pinot Noir Grand Select 2007 vom Wieninger, der auch in 10-15 Jahren noch unglaublich viel Spaß machen wird.

Wie schon in meinem Beitrag „Last Christmas“ geschrieben, haben wir seit Jahren einen flüssigen Stargast am Weihnachstabend bei uns zu Hause. Die Regeln für den Stargast sind streng, aber leicht erklärt. Älter als 1990, billiger als 200,- und dennoch ein Schnäppchen (weil eben ein Wein der allerersten Liga! Da kann sich der Lugner für den Opernball was abschauen!). Das Casting des Stargasts stellt mich aufgrund dieser strengen Bedingungen ab Anfang November immer vor große Herausforderungen

In diesem Jahr hat mich dann aber der Wineterminator auf die richtige Spur gebracht, als er Ende November von einem fantastischen Chateauneuf du Pape Cuvee Laurence 1989 von der Domaine Pegau geschwärmt und 95 Punkte vergeben hat. Ich hab dann kurz recherchiert und von Parker hat es dafür ebenfalls 95 Punkte gegeben. Ein Wein also aus der Premier League. Jetzt galt es nur noch einen Händler zu finden, der den auch unter 200,- anbietet. Das war gar nicht so einfach, aber am Ende hatte ein privater Weinhändler aus Deutschland diese Flasche (seine letzte) sogar weit unter 200,- im Angebot. Schon war der Laurence als heuriger Stargast engagiert!

Jetzt steht er zuhause und wird jeden Tag liebevoll gestreichelt. Der gute Laurence ist bezüglich seines Auftritts hoffentlich nicht so nervös, wie ich es schon bin. Das Script für den großen Moment (Dekantieren? Wenn ja, wann? Breite oder schmale Karaffe? usw. usf.) ist aber mittlerweile – mit freundlicher Mithilfe des sehr freundlichen Weinhändlers, der den Wein sehr gut kennt – fixiert und jetzt kann ich es gar nicht mehr erwarten, bis endlich Donnerstag ist!

Ich werde natürlich berichten und wünsche bis dahin allen eine ruhigere und weniger aufgeregte Zeit!

 

 

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