Der Collio ist wahrlich eine wunderschöne und beeindruckende Landschaft im Grenzgebiet zwischen Italien und Slowenien, und Heimat von ganz hervorragenden Winzern. Das Gebiet ist aber auch namensgebend für das Restaurant des Hotel Triest in Wien. Der geneigte Leser fragt sich jetzt sicher, warum ich das hier erwähne, und wohin da wohl die Reise geht. Vor allem auch deshalb, weil man in Hotel-Restaurants ohnehin preis-leistungs-technisch oftmals „komplett beschissen“ wird, wie mir erst kürzlich ein Hoteliers-Sohn mitgeteilt hat. Mal abwarten….

Das Restaurant Collio im Triest ist ein Haubenlokal und hat bei den diesjährigen Nespresso Hotel Dining Weeks mitgemacht, im Zuge derer man zu recht moderaten Preisen ein sehr schönes Dreigang-Menü kredenzt bekommt. Wie auch immer. Meine Frau und ich haben das – nach einem Besuch bei der Clementine im Glashaus (Hotel Coburg) – nun auch im Collio probiert, und warenabermals äußerst angetan.

Nicht nur die Speisen waren ausgezeichnet, nein, auch die Weinkarte ist äußerst spektakulär und hat mich in große Aufregung versetzt. Da gibt es allerhand tolle Sachen, wie z.B. den legendären Riesling Vinothek vom Nikolaihof (100 Parker Punkte), aber auch viele gereifte Weiss- und Rotweine aus Österreich, die man üblicherweise nicht mehr so einfach bekommt. Und das alles zu sehr moderaten Preisen. Also ein wahres Paradies für Leute wie mich!

Trotz der sehr verlockenden gereiften Österreicher war die Entscheidung dann doch sehr einfach. Wo, wenn nicht im Collio sollte man einen Collio Rosso trinken? Und was für einen! Einen 2006er Rosso Riserva von Gradis’Ciutta. Ein typischer Bordeaux Blend, mit noch jeder Menge Kraft und Saft. Ganz feine Ware, und um EUR 39,- im Haubenlokal eine Okkasion. 

Fazit: Ein wunderbarer Abend mit ausgezeichnetem Essen und einem hervorragenden Wein. Nur der Kellner war meiner Frau ein bisschen zu wenig George Clooney! Aber man kann im Leben bekanntlich nicht alles haben…..

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