Heldenhaft haben Freunde von mir kürzlich ihre Leber aufs Äußerste strapaziert um bei mir zuhause das sensible Wein-Gleichgewicht wieder herzustellen (LINK). Und dann kommt da plötzlich ein Angebot auf willhaben daher: 20 Flaschen italienischer Wein, um 1€ pro Flasche. Am Bild ließ sich gar nichts erkennen, außer einigen Flaschen unter einer dicken Staubschicht.

Gleichgewicht hin oder her, da konnte ich nicht daran vorbei. Das versteht doch gewiss jeder! Oder? Naja, egal! Meine Frau hat nur mit den Achseln gezuckt, als ich ihr von meinem Plan erzählte, zwischen beruflichen und privaten Terminen am Abend ganz schnell in den 10. Wiener Gemeindebezirk zu fahren, um 20 Flaschen Wein abzuholen. Sie hat wohl schon kapituliert!

Ich habe ja bereits früher geschrieben, dass ein wesentlicher Reiz meines Projekts auch in den verschiedenen Erlebnissen bei der Übergabe der Ware liegt. Sehr, sehr interessant wohin man da gelangt und welchen Menschen man dabei begegnet. So auch gestern. Der Verkäufer hat eine Wohnung in Favoriten übernommen. Offensichtlich in Bausch und Bogen, mit jeder Menge Gerümpel und sonstigem – wild verstreuten – Zeugs. Inklusive der 20 Flaschen Wein aus Italien aus den Jahren 2000 bis 2005. Er fängt mit dem Thema Wein gar nichts an und wollte sie nur weg bekommen, um den unfassbaren Saustall von Wohnung schnell auf Vordermann bringen zu können. Da kam ich gerade recht. Nachdem ich – wie gesagt – ziemlich unter Zeitdruck war, habe ich zuhause die Weine vom Auto direkt in den Keller gebracht (wo sie aus meiner Sicht definitiv nicht hingehören!) und hatte leider keine Zeit diese genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Flaschen in die Wohnung zu bringen, traute ich mich ehrlich gesagt nicht (–> schlag nach im Lexikon unter: Überlebenstrieb). Heute ging es dann gleich in aller Herrgottsfrüh Richtung Flughafen, und so hänge ich nun bis Sonntagabend meinen Träumen nach. Liegt da vielleicht ein großer italienischer Schatz bei mir im Keller? Geduld ist ja nicht so meine Stärke, aber wie heißt es so schön. Vorfreude ist (manchmal) die schönste Freude!

Ich werde berichten…